Oktober 28, 2026
dlv-Pressemitteilung: Neuer Vorschlag zeigt: Weibliche Lebensrealitäten haben keinen Stellenwert
Berlin, 28.10.2026 – Nachdem der Bundesgesundheitsminister vor Kurzem zugesichert hatte, dass Rentenpunkte für pflegende Angehörige doch nicht gekürzt werden sollen, droht nun eine Verschiebung der Problematik: Die Union hält zwar offiziell an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren fest, plant jedoch, Erziehungs- und Pflegezeiten künftig geringer oder gar nicht mehr zu berücksichtigen.
„Dieser Taschenspielertrick ist ein Skandal und verhöhnt die Lebensleistung von Frauen in unserer Gesellschaft“, stellt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper fest. „Wer glaubt, dass Frauen nicht sehen, was hier passiert irrt sich. Die Union zeigt erneut, dass sie der Lebensleistung so vieler Frauen keinen Wert beimisst.“
Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) ist schockiert über diese Entwicklung. Wer Kinder erzieht oder Angehörige pflegt, übernimmt eine unverzichtbare gesellschaftliche Aufgabe. Diese Leistungen müssen bei der Altersvorsorge anerkannt und vergütet werden. Es kann nicht sein, dass Menschen, die durch ihre Erziehungs- und Pflegearbeit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten, bei der Rente benachteiligt werden.
Die Pressemittelung als PDF: Neuer Vorschlag zeigt: Weibliche Lebensrealitäten haben keinen Stellenwert
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Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen in ländlichen Regionen. Ziel ist, die Lebensqualität, die Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen von rund 450.000 Frauen in ländlichen Regionen und die berufsständischen Interessen der in der Agrarwirtschaft tätigen Frauen. 10.000 Ortsvereine und 22 Landesverbände bilden gemeinsam mit dem Bundesverband ein starkes Netzwerk. Präsidentin ist Petra Bentkämper.
