Januar 19, 2026

Der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover fordert Beschleunigung des Bürokratieabbaus im Ehrenamt

Die Bedeutung des Ehrenamts für das soziale Miteinander und die Gesellschaft als Ganzes ist unbestritten. Ehrenamtliche Arbeit ist das Rückgrat vieler Vereine, Verbände und Initiativen, die das Gemeinwohl auf lokaler und regionaler Ebene stärken. Dennoch sehen sich die Ehrenamtlichen zunehmend mit einer Vielzahl Herausforderungen konfrontiert, die ihre Arbeit erschweren und ihre Motivation beeinträchtigen.

Funktionen/Posten in Vereinen und Verbänden zu besetzen, wird immer schwieriger.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Neben dem demografischen Wandel spielen die Ungewissheit bei der Finanzierung von Projekten, Veranstaltungen und der Gemeinwohlarbeit vor Ort, aber auch der hohe bürokratische Aufwand, der mit der Beantragung von Fördermitteln und der grundlegenden Verbandsarbeit zusammenhängt, eine große Rolle.

 

Handlungsfelder durch Enquetekommission erkannt

Die Enquetekommission „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern“ und das Strategiepapier der Bundesregierung sowie der Landesregierung Niedersachsen zum Ehrenamt haben wichtige Ansatzpunkte formuliert, wie das Ehrenamt unter anderem durch Bürokratieabbau und die Vereinfachung der Mittelbeantragung gestärkt werden kann. Doch die Umsetzung dieser Empfehlungen lässt noch auf sich warten.

Schnelles Handeln geboten

Vor diesem Hintergrund formuliert der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover im Folgenden seine Forderungen, um das Ehrenamt nachhaltig zu unterstützen.

  1. Wir fordern eine schnelle Umsetzung der Vereinfachungsmaßnahmen, schlankere Genehmigungsprozesse, eine Klarstellung der Regelungen zur Gemeinnützigkeit sowie eine verstärkte Unterstützung der Ehrenamtlichen durch Erhöhung der institutionellen Förderungen.
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  3. Eine langwierige Bearbeitungszeit und unklare Ansprechpartner führen nicht nur zu Frustration, sondern gefährden auch die erfolgreiche Umsetzung vieler Projekte.

Neben der Vereinfachung des Antragswesens ist es daher entscheidend, dass die Entscheidungswege innerhalb der Behörden beschleunigt werden. Insbesondere bei Initiativen mit einem kurzen Vorlauf müssen die Behörden in der Lage sein, schnell und unkompliziert zu entscheiden, um die ehrenamtliche Arbeit nicht zu behindern.

  1. Wir fordern, dass die Institutionen im Bereich Ehrenamt vermehrt Ehrenamtsbeauftragte einsetzen, die insbesondere im ländlichen Raum als Ansprechpartner fungieren können.

Fazit

Es ist dringend notwendig, dass die politischen Entscheidungsträger jetzt handeln und konkrete Maßnahmen zur Entbürokratisierung ergreifen.

Nur durch diese Maßnahmen kann das Ehrenamt als tragende Säule unserer Gesellschaft gestärkt und zukunftsfähig gemacht werden.