30.04.2019

Pressemitteilung: „Es muss endlich etwas passieren!“

Niedersächsischer LandFrauenverband Hannover mahnt bei Minister Grant Hendrik Tonne die Vermittlung von Alltagskompentenzen in Schulen an

Karin Plate, Elisabeth Brunkhorst, Birgit Wessel (Geschäftsführerin NLV), Marita Eschenhorst (v. li.) und Minister Tonne tauschen sich zum Thema „Alltagskompetenzen in Schulen“ aus

Hannover – Viele Kinder haben in ihrem Leben noch nie einen Apfel aufgeschnitten, wissen nicht, was gesunde Lebensmittel sind und wie diese erzeugt werden. Eltern dient eine Mikrowelle nicht selten als Ersatz für mangelndes Know-how am Herd und mit Geld können Heranwachsende oft nicht umgehen: Elisabeth Brunkhorst, Vorsitzende des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover (NLV), Karin Plate, NLV-Beisitzerin für Bildung und Bildungspolitik, und Marita Eschenhorst, Vertreterin für den NLV-Bezirk Hannover, haben ihre Beobachtungen zum Thema Alltagskompetenzen im Gespräch mit dem niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne geschildert. „Die Folgekosten, die durch Fehlernährung und unsachgemäßem Umgang mit Geld entstehen, werden enorm sein“, mahnte die Landesvorsitzende.

Der Minister räumte ein, dass seine Bestandsaufnahme in Bezug auf Alltagskompetenzen gar nicht wesentlich anders ausfällt. Es sei jedoch nicht einfach möglich, das Thema als verbindliches Schulfach mit qualifiziertem Schulpersonal einzuführen. „Alltagskompetenzen gehören bereits in der Grundschule auf den Lehrplan, denn in diesem Alter geht das Gelernte ins Blut über“, insistierte Marita Eschenhorst. Auch Karin Plate ließ nicht locker: „Es muss endlich etwas passieren!“ „Endlich“, denn die niedersächsischen LandFrauen kämpfen bereits seit Langem für die Einführung eines Schulfaches „Alltags- und Lebensökonomie“. Um die Zeit bis zu einer Realisierung zu überbrücken sind sie seit 2005 mit Aktionstagen im Projekt „Kochen mit Kindern“ in Schulen aktiv. Mehr als 200.000 Kinder sind in diesem Zeitraum bereits erreicht worden. Doch machten die LandFrauen dem Minister klar: „Der Berufsstand der Hauswirtschaft ist auch bei den LandFrauen rückläufig, auf die Dauer können LandFrauen das nicht mehr leisten!“

Zwar stellte Minister Tonne den LandFrauen die Einführung eines Schulfaches „Alltags- und Lebensökonomie“ nicht in Aussicht. Dass das Problem erkannt ist, zeige aber die Planung des „Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen“ (ZEHN) sowie viele Schulen, die gesunde Ernährung nicht unterrichten, aber durch ihr Angebot „leben“.

LandFrauen und Minister wollen im Gespräch bleiben und vor allem im Bereich Öffentlichkeitsarbeit nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit schauen. „Das Gespräch war ein Erfolg, doch von unserer Forderung rücken wir nicht ab“, resümiert Brunkhorst.  

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